Frühmorgen-Mission in der Dreifachturnhalle Kreuzfeld
Heute gastierten die E-Junioren des Uniho Derendingen in der Dreifachturnhalle Kreuzfeld in Langenthal. Besammlung 45 Minuten vor Spielbeginn. Etwas weniger Vorlauf als üblich, aber völlig ausreichend für dieses mittlerweile matcherprobte Ensemble.
Da das Kader noch nicht ganz komplett war, startete man pragmatisch nach dem bewährten KKK-Prinzip: Kurz. Knapp. Knackig.
Einspielen, Puls hochfahren, erste Ballkontakte und erst danach die Ansprache in der Garderobe. Anpassungsfähig wie ein Oktopus.
Mit einem erneut beeindruckenden Wahnsinnskader von 16 Spielerinnen und Spielern (inklusive Bankverlängerung deluxe) war man bereit für den frühen Start.
Spiel 1: Uniho Derendingen – Black Creek Schwarzenbach Schwarz (0:5)
Anpfiff um 09:30 Uhr.
Und ja… man merkte: Der Morgen war noch jung.
Derendingen erspielte sich einige richtig gute Chancen. Kombinationen klappten, Pässe waren sauber doch der gegnerische Torhüter schien ein persönliches Abkommen mit dem Ball getroffen zu haben. Egal wie gut geschossen wurde, er war zur Stelle. Ein Schuss nach dem anderen prallte ab, als wäre das Tor verhext.
In der eigenen gefährlichen Zone hingegen herrschte zeitweise kreatives Durcheinander. Kleine Abstimmungsprobleme, ein Schritt zu spät, ein Stock nicht ganz am richtigen Ort und Black Creek nutzte das eiskalt aus.
Trotz eingesetzter Kampfgummibären wollte der Ball heute einfach nicht ins richtige Netz.
Endstand: 0:5.
Kein Drama. Aber klar war: Jetzt musste eine Reaktion her.
Spiel 2: Uniho Derendingen – Unihockey Langenthal Aarwangen Rot (3:1)
Ein Spiel Pause. Garderobenansprache. Kurzer Pinkelzwischenstopp. Reset-Knopf gedrückt.
Und dann Vollgas.
Von der ersten Sekunde an war Derendingen wach. Die Defensive stand kompakt, der Goalie wurde konsequent unterstützt, Zweikämpfe wurden angenommen und vorne wurde mutig gespielt. Das Zusammenspiel funktionierte, die Laufwege passten, und die Abschlüsse waren nun nicht nur schön, sondern auch erfolgreich.
Ein Gegentor musste man hinnehmen doch diesmal blieb die Mannschaft ruhig. Kein Nervenflattern, kein hektisches Durcheinander. Stattdessen: Zusammenrücken, weitermachen, treffen.
Countdown von der Spielerbank. Zehn, neun, acht… Die letzten Sekunden laufen. Dann der Schlusspfiff. Aufspringende Kinder, Jubel in der ganzen Halle, lachende Gesichter wohin man blickt. Arme fliegen in die Luft, Stöcke werden hochgerissen, irgendwo hüpft jemand einfach aus purer Freude im Kreis. Ein Moment voller Emotionen, Teamgeist und Stolz. Ein Traum für jeden Trainer. Der Nervenkrimi entwickelte sich zum verdienten Erfolg.
Endresultat: 3:1 für Uniho Derendingen.
Besonders bemerkenswert: Trotz eines organisatorischen Lapsus des Trainerstaffs (ja, die Kampfgummibären gingen tatsächlich vergessen!) zeigte das Team eine bärenstarke Leistung. Vielleicht liegt die wahre Power also doch in den Köpfen und nicht nur in der Tüte.
Spiel 3: Uniho Derendingen – Black Creek Schwarzenbach Weiss (2:10)
Wieder ein Spiel Pause.
Für die einen Chamäleonsaft in der Dose (oder so), für die anderen Hotdog. Fast pünktlich zurück zur Ansprache wäre da nicht ein kurzzeitig vermisster Spieler gewesen. Also nochmals Pinkelstopp, begleitet von intensiven Diskussionen über eine ungespült angetroffene Toilette. Charakterbildung auf allen Ebenen.
Fokus zurück aufs Spielfeld.
Besammlung auf der Spielerbank, ein letzter Blick in die Runde, konzentrierte Gesichter. Dann das gemeinsame Zusammenrücken rund um das Tor. Alle Stöcke in die Mitte, ein kurzer Moment der Stille und plötzlich ein lauter, ohrenbetäubender Kampfschrei, der durch die ganze Halle hallt. Jetzt war klar, dieses Team ist bereit.
Das Spiel gegen Black Creek Schwarzenbach Weiss entwickelte sich ähnlich wie beim letzten Aufeinandertreffen. Der Gegner effizient, körperlich präsent und offensiv druckvoll. Derendingen stemmte sich fair und kämpferisch dagegen.
Und genau dafür gibt es einen Kranz oder mindestens einen symbolischen. Denn bis zur letzten Minute wurde fair dagegengehalten und nicht aufgegeben. Zwei Treffer konnten wunderschön herausgespielt und versenkt werden. Momente, die deutlich mehr zählen als jede Statistik.
Endresultat: 2:10.
Fazit des Tages:
Ein holpriger Start, eine starke Reaktion und ein kämpferischer Abschluss.
Dieses Team zeigt immer wieder, dass es lernen, reagieren und zusammenstehen kann.
16 Spielerinnen und Spieler, eine verlängerte Bank, ein KKK-Aufwärmprogramm, vergessene Kampfgummibären, Chamöleonsaft-Debatten und sportliche Moral. Langweilig wird es mit diesem Team ganz sicher nicht.
Und genau das macht diese Truppe so besonders. 🏑🔥

