Es stand die letzte Meisterschaftsrunde der Vorrunde für die C-Junioren des Uniho auf dem Programm. Um 09:00 Uhr Ortszeit würde man sich in Eggiwil dem drittplatzierten UHC Burgdorf I stellen müssen. Da die Reise nach Eggiwil rund eine Stunde Zeit in Anspruch nimmt, gab der Coach am Freitag im Training die Weisung, es mögen sich auch ja alle um 07:15 Uhr einfinden, abfahrbereit notabene. Und siehe da, Fahrer, Spieler und Fans, alle waren sie pünktlich.

Alle? Nein einzig und allein der Coach, welcher am Vorabend noch grosse Töne über die Wichtigkeit von pünktlichem Erscheinen zu Besammlungszeiten spuckte, erlaubte es sich, während seines morgendlichen Gesangs unter der Dusche die Zeit aus den Augen zu verlieren und mit 10 Minuten Verspätung und mit in Reue gesenktem Haupt aufzukreuzen. Eine Unprofessionalität sondergleichen, die ihm zurecht von seinen Spielern auf die, von der Kälte schon etwas rote Nase gebunden wurde. Man machte sich also, mit einem durch Krankheiten dezimierten Kader von 6 Spielern und einem Torwart auf die Reise in das Ämmitau und schon bald fragten sich die ersten, ob man nicht besser Unihockeystöcke gegen Skistöcke getauscht hätte. In Eggiwil angekommen erwartete uns eine wunderbar anzuschauende Schneelandschaft. Nach einigem Suchen im Schneegestöber fand man sogar die Halle und die sich bereits darin aufwärmende Bolkner Fraktion des Uniho. Da man durch die Trödeleien des Trainers bereits einen gehörigen Batzen Zeit verloren hatte, wurde sich in aller Eile umgezogen und ein kurzes aber knackiges Einlaufen/ -spielen absolviert. Danach ging es zur (Achtung Anglizismus) Pregame-Besprechung nochmals kurz in die Garderobe. Dem Trainerfuchs ist nämlich bei der Besichtigung der Spielstätte natürlich sofort die eher knapp bemessene Grösse des Spielfelds aufgefallen, ein Umstand aus dem sich, dank schussgewaltiger Spieler in den eigenen Reihen, einige Vorteile ziehen liessen.

Das Spiel begann gut auf Seiten des Uniho. Dank guter Umsetzung des, von den beiden Coaches immer wieder gepaukten Absicherungssystem wurden immer wieder Lücken für unsere beiden langen Lulatsche (böse Zungen munkeln, dies sei der Spitzname des Coaches für Pascal Schär und Levin Balsiger) frei, welche diese durch gute Läufe und präzise Schüsse in Tore umzumünzen wussten. Man konnte sich jedoch resultatemässig nicht, wie vom Trainer gewünscht, vom Gegner absetzen. Beim Stand von 4:3 aus Sicht des Uniho pfiff der sehr gute Unparteiische den Pausenblues. Die Halbzeitansprache wurde vom Trainer genutzt, seinen Spielern das nötige Rüstzeug auf den Weg zu geben, um die einzige gefährliche Waffe, über die Burgdorf heute zu verfügen schien, auszuschalten. Zum Erstaunen des Trainers und sehr zum Unmut seines Gegenübers auf der burgdorfer Bank setzten die Jungs das in der Halbzeit Besprochene von der ersten Minute an konsequent um. Burgdorf kam nur noch zu wenigen Torchancen und wenn sich dann doch einmal ein Ball Richtung Gehäuse der Derendinger verirrte, war Kolly zur Stelle um diesen zu entschärfen. Der Torwart der Derendinger hatte sich wohl von den in Eggiwil herrschenden Temperaturen anstecken lassen und zeigte den Burgdorfer, dass er sich noch so gar nicht in Weihnachtsstimmung befand und in keinster Art und Weise dazu zu überreden war, heute irgendwelche Geschenke zu verteilen.  Mit einer Eiseskälte, bei der sich sogar der Trainer fröstelnd die Arme rieb, parierte er alles was Richtung Tor kam. Was nebenbei wenig genug war, denn auch seine Vorderleute zeigten eine defensiv stabile Leistung, ein Umstand der dazu führte, dass sich ein Burgdorfer nach einem, von Levin gewonnen Zweikampf bei selbigem in nicht allzu freundlicher Manier erkundigte, was er denn zu lachen habe. Der Schiedsrichter, selber wohl etwas mehr vom Weihnachtsgeist ergriffen als Kolly, überreichte ihm dafür ein Geschenk in Form einer 2min-Strafe. Auf Anweisung des Trainers, Zeit von der Uhr zu nehmen, schob der Powerplay-Block des Uniho eine im wahrsten Sinne des Wortes ruhige Kugel. Die Zwischenrufe von der Burgdorfer Bank, dass dies nichts mit Unihockey zu tun habe, prallten an der Siegesgewissheit der Derendinger locker ab. Wer mit 5 Toren im Vorsprung liegt hat halt eben doch etwas richtig gemacht nicht wahr…vorne scorte man munter weiter: Fernschüsse, klug und rasch ausgeführte Freischläge, Laserpässe durch die Mitte es hatte von allem was dabei. Beim Stand von 11:4 ertönte abermals die Glocke vom Zeitnehmertisch her und läutete den Sieg der Derendinger ein. Ein durchweg gelungenes Spiel, in dem jeder für jeden kämpfte, man sich zu keiner Zeit aus der Ruhe bringen liess, kühl und klug agierte und sich somit mit einer mehr als anständigen Leistung in die Saisonpause verabschieden konnte.

SATUS Derendingen

 

Resultate

Herren KF 5. Liga SV Waldenburg Eagles III 4:6
Herren KF 5. Liga UHC Yardstix Walterswil 5:6
UHC Cornaux Herren KF 3. Liga 6:4
TV Bözingen Herren KF 3. Liga 1:6
Junioren A TV Flüh-Hofstetten-Rodersd. 5:0 ff
Junioren A Unihockey Mümliswil 5:1