Bereits die Anreise zum Cup 1/128-Finalspiel vom 23.05.14 war ein Abenteuer für sich. Trotz Besammlungszeit um 18:15 Uhr im Mitteldorf zu Derendingen erreichte die Cupmannschaft des uniho den Spielort Flüh-Hofstetten erst 30 Minuten vor Spielbeginn. Aus dem Konzept liess sich die Mannschaft dadurch nicht bringen und siegte verdient mit 16:8.

Die Partie ein Selbstläufer? - Wohl kaum!

Die Stimmung vor dem Spiel war locker - vielleicht sogar etwas zu locker. Das kurze Einspielen der Torhüter gefiel dem Cuptrainer Cédric Heer gar nicht. Vor dem Spiel noch bedankte sich der Captain des Gegners für das Kommen in das kleine Örtchen nahe der französischen Grenze. Als Gastgeschenk gab es 12 kleine Bierflaschen aus der ortsansässigen Brauerei, vielleicht auch schon als Gratulation? Natürlich nicht, denn auch Flüh-Hofstetten war sehr motiviert, diese Partie zu gewinnen. Cuptrainer Cédric Heer fand noch einmal klare Worte, um die Mannschaft richtig einzustellen. So startete man konzentriert und äusserst aufmerksam in die Partie. Seine Selbstnomination als Spieler rechtfertigte Cédric Heer mit dem Treffer zum 1:0 schon früh in der Partie. Auch danach liess das Team nicht locker und Flüh-Hofstetten schien kein Mittel zu finden, um die gut organisierte Manndeckung zu durchbrechen. Sie versuchten vermehrt mit Weitschüssen aus ihrer eigenen Hälfte zum Erfolg zu kommen, doch diese Schüsse stellten für den Derendinger Rückhalt keine wirkliche Bedrohung dar. Nur einmal liess sich die Defensive des uniho übertölpeln, und führte nach 20 Minuten mit 4:1.

Das gute Startdrittel schien die Mannschaft jedoch wieder in ein Muster fallen zu lassen, das man nur zu gut kennt. In der vergangenen Saison nämlich war die Unart der Derendinger Mannschaft, nach einer Führung zu stark nachzulassen, mitschudlig für den Abstieg aus der 2. Liga und der enttäuschenden 5. Liga-Saison. Die Mannschaft aus dem Bezirk Dorneck kam nun besser ins Spiel und liess die Wasserämtler immer öfter in defensive Nöte kommen. Die Souveränität des Startdrittels war weg und Flüh-Hofstetten kam zu mehr Treffern. Bei einigen Latten- und Pfostenschüssen so wie einem regulären Treffer, welchen die Schiedsrichter nicht anerkannte, hatte man viel Glück. Dank guten Schüssen und einem nicht über alle Zweifel erhabenen Heimtorhüter konnte die Führung dennoch knapp ausgebaut  werden; nach zwei Dritteln stand es 10:5, und der Arbeitstag war für den Startgoalie des uniho, Nicola Kohler, beendet. Für die entscheidenden 20 Minuten kam mit Christoph Mohn der erfahrene Torhüter ins Spiel. Bemerkung am Rande: Christian Küenzi war der Torschütze des Treffers zum "Stängeli".

So begann die Mannschaft das Schlussdrittel wieder ruhiger. Bereits früh viel der elfte Treffer und die Messe schien gelesen. Allerdings steckten die aufopferungsvoll kämpfenden Gegner nicht auf. Sie zeigten ihre Qualitäten auf und kamen bis sechs Minuten vor Schluss bis auf 8:11 heran. Das Timeout des Coaches musste nun wieder Ruhe einkehren lassen. Die Hofstetter schöpften noch einmal Hoffnung; nervös soll das uniho sein, meinte einer ihrer Spieler lautstark. Dies liess man sich selbstverständlich nicht gefallen und im Stile einer ganz grossen Mannschaft wurden nun die Räume, die von den nun offensiver eingestellten 4.-Ligisten gegeben wurden,  ausgenutzt. Mit wunderschönen Kombinationen und einigen grossartigen Einzelleistungen liess man auch das letzte Quäntchen Hoffnung im Keim ersticken. Thomas "Röbi" Rufers Tor zum 12:8 war von essentieller Wichtigkeit. Es unterbrach den Lauf des Gegners und gab dem uniho noch einen Schub für die letzten paar Minuten. Das Endresultat von 16:8 war dem Spielverlauf angemessen, war das uniho doch die klar spielbestimmente Mannschaft. Vielleicht war das Verdikt etwas zu klar, doch im Endeffekt ist ein Sieg ein Sieg.

Ausblick auf das 1/64-Finale

In der nächsten Runde wartet mit den Blue Sharks Waltenschwil eine 2. Liga Mannschaft. In der Gruppe 3 erreichten sie in der abgelaufenen Saison den starken 5. Rang und behaupteten sich problemlos. Man freut sich beim uniho über das Erreichen dieser zweiten Runde, am Ziel ist man jedoch noch nicht. Die aus Herren I und Herren II bestehende Mannschaft ist sehr motiviert und freut sich auf diese interessante, wenn auch schwierige Aufgabe.

Aufstellung, 23.05.14, TV Flüh-Hofstetten - Unihockey Derendingen:

Block 1: Christian Küenzi - Simon Abegglen - Stefan Nünlist
Block 2: Cédric Heer - Ivan Glauser - Urs AckermannBlock 3: Andreas Vogel - Marc Sieber - Sven Wyss - Thomas Rufer
Tor: Christoph Mohn - Nicola Kohler
Coach: Cédric Heer

NK64

SATUS Derendingen